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Vertreter des Schiller-Instituts inspiriert Londoner Jemenkonferenz

Verschiedene jemenitische Bürgerrechtsorganisationen organisierten am letzten Wochenende eine internationale Konferenz in London, um den Widerstand gegen den von den USA und Großbritannien unterstützen saudischen Krieg gegen Jemen zu organisieren und die Mauer des Schweigens westlicher Medien über die saudischen Kriegsverbrechen zu durchbrechen. Nach dem das neu zusammengetretene Parlament in Sanaa erst kürzlich eine neue Regierung etabliert hat und vier Millionen Bürger in der jemenitischen Hauptstadt zu deren Unterstützung auf die Straße gingen, war die Londoner Konferenz ein zusätzlicher Schritt, um die Souveränität des geschundenen Landes wiederherzustellen.

In fast alle Reden wurde die barbarische Rolle des Hauptaggressors Saudi-Arabien angegriffen. Die gezielte Zerstörung der Wasser- und Stromversorgung, von Schulen, Krankenhäuser und historischen Bauwerken, von Infrastruktur und Produktionsstätten wurde ausführlich dokumentiert. Dadurch seien zwanzig Millionen Menschen direkt von Hunger und Tod bedroht.

Der Jemen könne auf eine mehrere tausend Jahre alte Kultur zurückblicken und die Zeugnisse der Geschichte, Bauwerke und Denkmäler würden gezielt zerstört, was ein Schlaglicht auf die Ideologie des Wahhabismus werfe.

Ulf Sandmark vom [i]Schiller-Institut[/i] konnte in einer vielbeachteten Rede den größeren strategischen Zusammenhang herstellen und vor allem mit dem Programm der Weltlandbrücke eine Perspektive für die Zukunft des Jemens und der ganzen Region darstellen. Die BRICS-Nationen seien dabei, die Weltszene zu verändern. Zusammen mit der chinesischen Initiative der [i]Neuen Seidenstraße[/i] ergäben sich jetzt ganz neue Möglichkeiten für den Nahen Osten. Diese positive Perspektive war für die meisten Konferenzteilnehmer neu und so wurde Sandmarks Rede auch mit großem Applaus aufgenommen.

Sandmark zeigte während seiner Rede auch den [url:"http://newparadigm.schillerinstitute.com/de/media/fouad-al-ghaffari-mess..."]Videobeitrag, den Fouad Al-Ghaffari für die letzte Konferenz des Schiller-Instituts[/url] in Berlin vorbereitet hatte, und verlas eine dort gefaßte Resolution[footnote]
Resolution zur Lage im Jemen

Die Konferenzteilnehmer beschlossen die folgende Resolution zur Lage im Jemen:

„Die Konferenz des Schiller-Instituts in Berlin am 25.-26. Juni übermittelt der großartigen Nation des Jemen und der Studiengruppe um Fouad Al-Ghaffari ihre herzlichsten Grüße. Ihre mutige intellektuelle Führung, buchstäblich unter dem Bombardement satanischer Kräfte, ist eine Inspiration für Tausende von Menschen in den Vereinigten Staaten, Lateinamerika und Europa. Wir verpflichten uns feierlich, für die Verlängerung der Neuen Seidenstraße zum Wiederaufbau des Jemen zu kämpfen, damit das Leben so vieler Männer, Frauen und Kinder, die ermordet werden, in einer Renaissance des Jemen gewürdigt wird, die seine wunderschönen alten Städte und Architektur wieder aufbauen wird. Der Jemen muß und wird schon bald wieder eine Perle unter den Nationen Südwestasiens und der Welt sein!“
[/footnote] zum Wiederaufbau vom Jemen. Al-Gaffari, Chef des [i]Beratenden Komitees für die Koordinierung mit den BRICS-Staaten[/i] im Jemen, ging in dem Video auf die wöchentlichen öffentlichen Lesungen der arabischen Übersetzung des [url:"https://www.eirshop.de/epages/78347111.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/78347..."]Weltlandbrückenberichts[/url] ein.

In der Berichterstattung über die Konferenz in den jemenitischen Medien wurde Sandmarks Rede als einer der wichtigsten Beiträge bewertet. In Interviews mit arabischen Fernsehstationen und einem iranischen Radiosender ging Sandmark auch auf den [i]Al-Yamamah[/i]-Skandal in Großbritannien und den [url:"node/8675"]Bericht der Chilcot-Kommission[/url] ein, der eine Strafverfolgung Toni Blairs und anderer Vertreter der Kriegspartei ermögliche.

Die Londoner Konferenz wurde von der [i]Stop the War Coalition[/i] und der [i]U.K. Campaign Against the Arms Trade[/i] gesponsert. Außerdem erklärten vier britische Parlamentsabgeordnete und die Gewerkschaft [i]Unite[/i] ihre Unterstützung für den Jemen.