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Wirtschaftsminister Tremonti unterstützt Angelides-Bericht im italienischen Fernsehen

Der italienische Wirtschaftsminister Tremonti unterstützte am 10.3. in der meistgesehenen Talkshow des italienischen Fernsehens den Angelides-Bericht.  In der abendlichen Talkshow "Anno Zero" auf[i] RAI II[/i], dem 2. nationalen Programm, ging es um die Finanzkrise. Tremonti sagte, diejenigen, die den "Wahnsinn der Globalisierung" eingeleitet hätten, müßten sich für das, was sie getan haben, "vor der Geschichte und den Völkern" rechtfertigen. U.a. machte er den "Dritten Weg" von Tony Blair dafür verantwortlich.

1933 habe Roosevelt mit dem New Deal Steuergelder benutzt, um die Bürger zu retten und nicht die Banken. Tremonti weiter: "Das Volumen von Derivaten ist wieder so hoch wie 2007 vor der Finanzkrise. Jeder, der nur annäherungsweise eine richtige Idee haben will, sollte den Bericht an den Kongreß durch die amerikanische Kommission FCIC lesen, der davon spricht, daß es wieder ein Klumpenrisiko gibt."

Tremonti, der sich mehrfach während der Sendung auf den "Angelides-Bericht" bezog, ging ausführlich auf die Beziehung zwischen der Derivatspekulation und dem Preisanstieg bei Gütern ein. Er betonte, die Preisanstiege wegen der Spekulation hätten die Revolten in Afrika ausgelöst, auch wenn es natürlich noch andere Gründe gebe.

Michele Santoro, der radikalste unter den anti-Berlusconi-Moderatoren, behandelte Tremonti sehr respektvoll und wies einen Fragesteller aus dem Publikum zurecht, der versuchte, die Sexgeschichten von Berlusconi in den Vordergrund zu stellen. Das sei, so Santo, diesmal nicht das Thema.