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Zepp-LaRouche zum Ende des Zweiten Weltkrieges: „Feiern wir den zukünftigen Geist der Menschheit!“

Helga Zepp-LaRouche, Gründerin und Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts, verfaßte die folgende Erklärung zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie wurde am letzten Wochenende von Aktivisten der LaRouche-Bewegung bei russischen Feiern in Washington und New York verteilt; daran beteiligten sich auch amerikanische Veteranen.

Am 8. Mai 1945 endeten der Zweite Weltkrieg und die Herrschaft des Nationalsozialismus mit der Kapitulation des Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht. Die Sowjetunion hatte mit 27 Millionen Opfern die größten Verluste aller Kriegsgegner Deutschlands zu beklagen. Rußland begeht den 9. Mai als Tag des Sieges über den Faschismus und das Ende des 2. Weltkrieges ("Großer Vaterländischer Krieg"), ebenso wie Israel und Länder der früheren Sowjetunion.

Feiern wir den zukünftigen Geist der Menschheit!

Nur 73 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Menschen auf die schreckliche Katastrophe mit dem feierlichen Beschluß „Nie wieder!“ reagierten, befinden wir uns erneut am Rande eines möglichen Krieges.

Mit einer Provokation nach der anderen, wobei die jeweils folgende noch offensichtlicher falsch ist als die vorhergehende, setzt die Kriegspartei der imperialen Oligarchen der Londoner City und ihrer neokonservativen und neoliberalen Partner an der Wall Street ihre Bemühungen fort, das Potential für das neue Paradigma zu sabotieren, das sich in Eurasien mit atemberaubender Geschwindigkeit zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. Obwohl „Russiagate“, die Skripal-Affäre und der unter falscher Flagge inszenierte Giftgas-Schwindel von Duma in Syrien allesamt als Produkte des kranken Denkens britischer Geheimdienstkreise entlarvt
wurden, machen sie weiter, diesmal mit der Behauptung Netanjahus, er habe „Beweise“ dafür, daß der Iran sein Atomprogramm niemals beendet habe, ein Versuch, die Vereinigten Staaten in einen weiteren verheerenden Krieg im Mittleren Osten und eine mögliche nukleare Konfrontation mit Rußland hineinzuziehen. Viele in den Regierungen des Westens haben sich wieder auf die schiefe Bahn begeben, vor der im Nürnberger Prozeß gewarnt wurde, indem sie das Völkerrecht und
die Prinzipien verletzen, die in der Charta der Vereinten Nationen festgelegt sind.

Aber ihre Macht schwindet von Tag zu Tag, da sie immer öfter gezwungen sind, im eigenen Namen zu handeln und sich auf diese Weise bloßzustellen. Auch ihre Fähigkeit, die Kontrolle zu behalten, schwindet aufgrund der Herausforderung durch die Neue Seidenstraße und das neue Paradigma, das sie repräsentiert.

In den letzten Wochen haben verschiedene diplomatische und wirtschaftliche Veranstaltungen und Gipfeltreffen dieses neue Paradigma stark gefördert. Die strategische Partnerschaft zwischen Rußland und China und die Integration der Wirtschaftsgürtel-Initiative mit der Eurasischen Wirtschaftsunion haben insbesondere den Entwicklungsländern Hoffnung gegeben, die nun erstmals die Chance sehen, die Armut und die Unterentwicklung zu überwinden.

Die beste Art, an die Verluste, die Leiden und das Heldentum der Menschen zu erinnern, die ihr Leben im Großen Vaterländischen Krieg verloren, ist es, eine neue Ära der Menschheit einzuläuten, die das Konzept der einen Menschheit voranstellt, und auf diese Weise eine neue internationale Ordnung zu schaffen, die die Geopolitik für immer überwindet. Der Imperialismus muß besiegt werden, als ein Relikt eines bestialischen Menschenbildes, und er muß ersetzt werden durch das noble Menschenbild als der einzigen kreativen Gattung im Universum, die wir bisher kennen.

Feiern wir also diesen zukünftigen Geist der Menschheit, der so schön in Friedrich Schillers Ode an die Freude und in Beethovens 9. Sinfonie zum Ausdruck kommt: Alle Menschen werden Brüder...

Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder, überm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen.