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Bundesaußenminister Steinmeier: „Die Seidenstraße neu beleben“ – Verbindung von Europa und Asien

Der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier hat unter der Überschrift: „Die Seidenstraße neu beleben“ einen Gastkommentar in der heutigen Ausgabe der [i]FAZ[/i] veröffentlicht. Er befürwortet verstärkte Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen Europa und den zentralasiatischen Staaten, auf der Basis von Energie und der Rolle der Region als Dreh- und Angelpunkt zwischen Europa und Asien. Viel zu lange sei die Region „für uns Europäer ein weißer Fleck auf der Landkarte“ gewesen, bemerkte Steinmeier. „Der Mythos der Seidenstraße und der Austausch von Reichtümern, der damit verbunden war, wurden vollkommen vergessen.“ Das soll sich ändern, schreibt er, indem er die europäische Rolle bei der Verbesserung des Managements der Wasserressourcen erwähnt; das bezieht sich auf das Projekt der von Deutschland finanzierten Wasserakademie in Bishkek. Die neue Strategie der EU für Zentralasien sei einer der Erfolge der deutschen EU-Präsidentschaft, so Steinmeier.

Die weniger konstruktive Seite des deutschen Eingriffs in die Region macht auch gerade wieder Schlagzeilen: mit einer gemeinsamen Erklärung, in der die pro-atlantischen Abgeordneten Guttenberg (CSU) und Klose (SPD) einen Zusammenschluß der Missionen von ISAF (Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe von der NATO in Afghanistan) und der Operation Enduring Freedom (OEF, Operation dauerhafte Freiheit) unter ein gemeinsames Oberkommando zu stellen, das die europäischen NATO-Mitglieder endgültig unter die Kontrolle der USA, Großbritanniens und Kanadas und an die vorderste Front der heißen Gefechte im afghanischen Kriegstheater bringen würde.