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Fortschritte der Eurasischen Landbrücke in Türkei und Iran

Zu einem Zeitpunkt, zu dem die Türkei eine zunehmend wichtige diplomatische Rolle in Südwestasien spielt, verstärkt das Land seine Bemühungen, auch die Infrastruktur im eigenen Land und in der Region voranzubringen. Der Türkei ist die wirtschaftlich-strategische Bedeutung der "Eurasischen Landbrücke" sehr bewußt.  

Am 14. März verließ die neue Hochgeschwindigkeitsbahn (HST) der Türkei den Bahnhof in Ankara zu ihrer ersten Fahrt. Der türkische Premierminister Tayyip Erdogan kündigte während der Fahrt das Erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 252 km/h an. Die HST ist Teil eines zielstrebigen Regierungsprogrammes, um das türkische Transportsystem zu elektrifizieren und zu modernisieren.

Außerdem beinhaltet der Plan der staatlichen Türkischen Bahn TCDD auch die Osterweiterung des HST an der türkisch-bulgarischen Grenze. Zu den Plänen gehört ebenso die Untertunnelung des Bosporus, die "Marmara-Verbindung" (13,6 km), die bis 2012 fertiggestellt sein soll und Europa mit Asien verbindet.

Am 4. März kündigte die iranische Regierung an, sie habe zwei iranischen und einem türkischen Unternehmen einen Auftrag zur Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Teheran und Mashad (eine Distanz von 741km) erteilt, die innerhalb der nächsten 30 Monate fertiggestellt werden soll, ebenso wie für die Lieferung von 70 Elektroloks.