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Lyndon LaRouches Initiativen für eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung

Hier finden Sie eine ausführliche Zeittafel über die Initiativen des amerikanischen Staatsmannes und Ökonomen Lyndon LaRouche (1922-2019) für eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung.

LaRouches Herangehensweise an die Ökonomie wurzelt in dem von Alexander Hamilton und Henry Carey entwickelten Amerikanischen System der politischen Ökonomie, das sich ausdrücklich gegen die Freihandelslehre des Britischen Empire richtet. Für LaRouche liegt die wahre Quelle des Wohlstands jeder Gesellschaft in der menschlichen Kreativität, die sich in wissenschaftliche Entdeckungen umsetzt, welche wiederum technische Anwendungen hervorbringen, die unsere Lebensbedingungen konkret verbessern. Dank seines einzigartigen Verständnisses von Wirtschaftsprozessen konnte er neun große finanzielle Crashs und Zusammenbrüche richtig prognostizieren.

Anfang der 70er Jahre gründete Lyndon LaRouche eine internationale politische Bewegung, um weltweit für entsprechende Veränderungen zu kämpfen. Er arbeitete aktiv mit den Anführern der Blockfreien-Bewegung zusammen und verfaßte zahlreiche Bücher zur Wirtschaftspolitik, in denen die Einzigartigkeit des Menschen als kreative Gattung sowie konkrete Entwicklungsprogramme im Mittelpunkt standen.

Hier einige der wichtigsten langfristigen Wirtschaftsprognosen von Lyndon LaRouche: 

1959-60 prognostizierte LaRouche, schwere Währungsturbulenzen würden zum Zusammenbruch der Bretton-Woods-Vereinbarungen führen. Dies war nach der Rezession in den USA1957, die LaRouche als Folge der übermäßigen Ausweitung einer Kreditblase zur Finanzierung von Automobilen, Wohnraum und Konsumgütern nach 1954 vorausgesehen hatte. LaRouches Vorhersage war richtig, am 15. August 1971 koppelte Präsident Nixon den Dollar vom Gold ab und das Währungssystem der Nachkriegszeit brach zusammen.

Im Februar 1983 teilte LaRouche der sowjetischen Regierung mit, wenn der Westen die gemeinsame Entwicklung einer Raketenabwehr anbiete (was Präsident Reagan mit der SDI am 23. März 1983 tat) und sie dies ablehne, werde die Überlastung der Wirtschaft des Comecon binnen fünf Jahren zum Zusammenbruch dieses Wirtschaftssystems führen. Dem folgte am 12. Oktober 1988 seine Vorhersage der deutschen Wiedervereinigung in einer Konferenz im Kempinski Bristol Hotel in Berlin. LaRouche sagte: „Unter den richtigen Bedingungen“ könne es „schon bald Schritte zur Wiedervereinigung Deutschlands“ mit Berlin als Hauptstadt geben. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer.

1995 entwickelte LaRouche für die Teilnahme an einer Konferenz im Vatikan seine berühmte „Typische Kollapsfunktion" oder „Tripelkurve“ über die gegensätzliche Dynamik von Realwirtschaft, Geldmenge und Finanzaggregaten, die einen Kollaps des Finanzsystems unvermeidlich macht. Die Grafik wurde in dem Jahr in einer Konferenzrede in Deutschland, und wenig später in den USA in einer landesweiten Fernsehsendung am 15.1. 1996 im Rahmen von LaRouches Kampagne für die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei öffentlich präsentiert. LaRouche betonte, der einzige Ausweg aus dem Zusammenbruch sei eine Insolvenzsanierung des Systems und die Ausgabe produktiven Kredits zur Wiederankurbelung der Wirtschaft.

Die immer noch ungelöste Finanzkrise von 2007-08 bestätigte LaRouches langfristige Prognose über den systemischen Zusammenbruch und dessen Ursachen, während die führenden Ökonomen allesamt den Crash nicht vorhersahen und einige behaupteten, es gebe nicht mehr als eine Konjunkturkrise.

Schließlich erarbeitete LaRouche seinen Lösungsvorschlag der Vier Gesetze: 1. Sanierung des Finanzsystems mit einer Glass-Steagall-Bankentrennung; 2. eine Nationalbank für produktive Kredite; 3. große Infrastrukturprojekte, die aus öffentlichen Krediten finanziert werden; 4. Investitionen in wissenschaftliche Pionierbereiche.