Helga Zepp-LaRouche: die Seidenstraßen-Lady in Dresden
22. August 2017 • 12:58 Uhr

Madeleine Fellauer berichtet von einer begeisternden Wahlkampfveranstaltung mit der BüSo-Bundesvorsitzenden in Dresden

Am Samstag, dem 19. August, kam Helga Zepp-LaRouche nach längerer Zeit wieder einmal zu einer Wahlkampfveranstaltung der BüSo Sachsen nach Dresden. Auftakt der Veranstaltung war die Aufführung zweier Chorwerke - „All mein Gedanken, die sind bei dir“ von Johannes Brahms und „Va Pensiero“, der Hebräerchor aus Guiseppe Verdis Oper Nabucco. Die Darbietung lieferte zum einen einen Vorgeschmack darauf, was mit einem neuen Paradigma gemeint ist, und setzte den richtigen Ton für den Vortrag von Frau Zepp-LaRouche.

So betonte die Bundesvorsitzende, BüSo-Spitzenkandidatin und Präsidentin des internationalen Schiller-Institutes, mehrmals, daß sie auf zwei Ebenen politisch aktiv sei: Zum einen die Arbeit, die sie mit der BüSo in Deutschland leistet, um sicherzustellen, daß sich Deutschland dem Paradigma der neuen Seidenstraße anschließt, und dann, auf der zweiten Ebene, die internationale Mobilisierung des Schiller-Institutes für das gleiche Ziel. Sie unterstrich, daß keine andere Partei sich so international engagiere und mit den Nationen zusammenarbeite, die bereits dabei sind, das neue Paradigma zu realisieren.

Den vom Publikum zum Ausdruck gebrachten Gedanken, den leider viele Menschen in Sachsen haben, nämlich, die USA einfach abzuschreiben, sich von ihnen zu distanzieren und sich mehr Rußland und China zuzuwenden, wies Frau Zepp-LaRouche als falsch zurück. Die LaRouche-Bewegung in den USA tue gerade alles, sagte sie, um die politische Ausrichtung unter den Präsidenten Bush sen., teilweise unter Bill Clinton, unter Bush jun. und Barack Obama zu ändern. Denn wenn Präsident Trump es nicht schaffe, die USA von der alten Kriegspolitik abzubringen, bestehe permanent die Gefahr einer atomaren Auseinandersetzung.

Außerdem brauche man, wenn man „von oben“ auf die Welt schaue, ein Mächtebündnis wie es Lyndon LaRouche seit vielen Jahren vorgeschlagen hat - USA, Rußland, China und Indien -, wobei die Briten momentan alles daran setzten, Indien aus dem Bündnis mit China zu treiben. Aber nur die friedliche Kooperation der Großmächte könne Weltkriege verhindern und die gemeinsamen Ziele der Menschheit verwirklichen, d.h. gemeinsam die Armut beseitigen, gemeinsam Rohstoff- und Energiesicherheit schaffen und gemeinsam den Weltraum erschließen.

Mit Blick auf die nächste Stufe der Industrialisierung, der Kolonisierung des Weltraums, meinte Frau Zepp-LaRouche, daß diese neue Phase der Menschheit genauso vonstatten gehen werde, wie es ihr Ehemann Lyndon LaRouche in seinen wirtschaftswissenschaftlichen Schriften beschrieben habe: die Schaffung neuer wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Plattformen durch Erschließung neuer, dichterer Energiequellen, mit deren Hilfe die Effizienz und der Radius von Plattform zu Plattform gesteigert werden wird.

Mit Blick auf die Lage in den USA betonte Helga Zepp-LaRouche, daß sich momentan die zweite Phase einer Farbrevolution gegen den gewählten Präsidenten abspiele. Die erste Phase, „Russiagate“ und der damit verbundene Vorwurf, Donald Trump sei ein russischer Agent und von Putin ins Amt gehievt worden, sei nicht mehr haltbar. Daß die „Russiagate“-Kampagne implodierte, sei auch der Kampagne von LaRouchePAC zu verdanken. Unsere Kollegen in den USA haben massiv dazu beigetragen, daß das Memo der Geheimdienstveteranen für Vernunft (VIPS), das forensische Beweise dafür lieferte, daß die E-Mails des DNC nicht gehackt, sondern von einem Insider direkt von den Computern kopiert und an Wikileaks weitergegeben wurden, trotz Medienblockade weite Verbreitung fand. Sie erwähnte in diesem Zusammenhang auch, daß Ray McGovern und William Binney von den VIPS an zwei Veranstaltungen von LPAC in New York teilnehmen werden1Den Mitschnitt eines Forums mit Ray McGovern und William Binney, das am 19. August in Manhattan stattfand, finden Sie auf der Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees..

Nachdem „Russiagate“ seine Zwecke nicht mehr erfüllen könne, würden die Briten und die Neocons in den USA jetzt versuchen, die Rassismuskarte gegen Trump auszuspielen. Frau Zepp-LaRouche wies darauf hin, daß die Frage des Rassismus in den USA sehr sensibel und polarisierend sei, und erläuerte, was in Charlottesville tatsächlich passiert sei. So habe das FBI beide Seiten, also den „Clan“ (Klu Kux Klan, Neonazis) und die Antifa, unterwandert. Beide Gruppen seien gewaltbereit und bewaffnet gewesen und nicht durch die Polizei getrennt worden. Man könne sich ein Bild von der Rolle des FBI machen, wenn man an den NSU-Prozeß in Deutschland denke, oder den Versuch, die NPD in Deutschland zu verbieten. Dies sei bisher nicht möglich gewesen, da es eine massive Unterwanderung durch V-Männer gibt.

Beide Kampagnen - Russiagate und die Rassismuskarte - zielen darauf ab, Donald Trumps Präsidentschaft vorzeitig zu beenden. Man gehe sogar so weit, öffentlich zur Ermordung von Trump aufzurufen. Das Ziel sei, zu verhindern, daß die USA sich unter Donald Trump dem neuen Paradigma von Chinas Neuer Seidenstraße anzuschließen. Natürlich gäbe es in den deutschen Medien die gleiche Hetze gegen Donald Trump, die zusammen mit den Medien in den USA dazu beitragen, ein Umfeld zu schaffen, in dem Trump sogar ermordet werden könnte. Hetze allein sei aber nicht das Problem, sondern auch das Verschweigen der Entwicklung des neuen Paradigmas und der Fortschritte beim Bau der Neuen Seidenstraße.

Als ein Beispiel für ehrliche Berichterstattung zeigte Frau LaRouche den Teilnehmern einen Artikel aus China Daily, dem englischsprachigen Nachrichtenmagazin Chinas. Der Artikel, der am Vortag unter dem Titel „Mit China identifizieren“2Den Artikel finden Sie auf der englischsprachigen Internetseite von China Daily. veröffentlicht wurde, geht auf die enge Beziehung ein, die Helga Zepp-LaRouche seit ihrem ersten China-Aufenthalt 1973 mit China aufgebaut hat. Es wird dargestellt, welche Initiativen Frau Zepp-LaRouche initiiert hat, und daß die Idee, für die so lange weltweit gekämpft hat, jetzt durch den chinesischen Staatschef Xi Jinping verwirklicht wird. Frau Zepp-LaRouche bat alle Teilnehmer der Veranstaltung, diesen Artikel weiter zu verbreiten, und wies darauf hin, daß es eine Sache sei, wenn unsere kleine Organisation die Idee der Neuen Seidenstraße habe, aber eine ganz andere, wenn das bevölkerungsreichste Land der Welt diese Idee übernimmt.

Viele der Besucher dankten Frau Zepp-LaRouche vor, während und nach der Veranstaltung persönlich für ihre unermüdliche Arbeit, ihren Traum einer gerechten Weltwirtschaftsordnung umzusetzen, und betonten, daß sie von ihr viel lernen würden. In diesem Sinne endete die Veranstaltung mit der gleichen Note, mit der sie begonnen hatte: mit dem Gefühl, daß auch eine kleine Organisation und jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten kann, daß Deutschland den großen Sprung ins neue Paradigma schafft.

Anmerkungen

1Den Mitschnitt eines Forums mit Ray McGovern und William Binney, das am 19. August in Manhattan stattfand, finden Sie auf der Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees.
2Den Artikel finden Sie auf der englischsprachigen Internetseite von China Daily.