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Putins Syrien-Politik erzwingt neue Konstellationen gegen Kriegsgefahr

Beim Gipfeltreffen der CSTO-Staatschefs in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe am 15.9. sagte der russische Präsident Putin, seine Regierung werde die Regierung in Damaskus weiterhin militärisch-technisch unterstützen, um die wachsende Gefahr von IS in der Region zu stoppen.

Wie TASS berichtet, rief Putin andere Länder dazu auf, sich ebenfalls an dem Kampf gegen IS zu beteiligen. „Es ist offensichtlich, daß im Kampf gegen IS ohne aktive Beteiligung der syrischen Autoritäten und des Militärs, militärisch gesprochen, innerhalb des Territoriums, Terroristen nicht aus diesem Land und der gesamten Region vertrieben werden können; ebenso kann das multinationale und multireligiöse syrische Volk nicht vor Zerstörung, Versklavung und Barbarei geschützt werden.“ Diese Terroristen stürzten die Menschen ins Chaos und in die Armut, zitiert TASS den russischen Präsidenten.

Die Bedrohung durch den IS reiche über den Irak und Syrien hinaus. „IS-Terroristen haben bereits ihre Pläne angekündigt, die Heiligen Städte Mekka, Medina und Jerusalem anzugreifen“. Die Dschihadisten planten außerdem, ihre Aktivitäten nach Europa, Russland, Zentral- und Südostasien auszuweiten. Zusätzlich verschlechtere sich die Situation in Afghanistan mit der Ausweitung des Einflusses von IS. Außerdem wachse das Rauschgiftproblem aufgrund der Untätigkeit der US- und NATO-Kräfte in Afghanistan und Zentralasien.

Der russische UN-Botschafter Vitali Churkin erklärte inzwischen in einem von [i]Sputnik[/i] zitierten [i]CBS[/i]-Interview, die US-Regierung befürchte nun ernsthaft, daß die USA für einen Sturz der Assad-Regierung und eine Eroberung von Damaskus durch IS verantwortlich gemacht werden würden. Er deutete an, es gebe Fortschritte im “Verständnis der Komplexität der Situation” in Washington gegenüber dem Beginn des syrischen Bürgerkrieges 2011. Churkin sagte, seiner Erkenntnis nach wollten die USA jetzt gegen IS kämpfen, und nicht in erster Linie Assad zu Fall bringen. Das sei ein Punkt, in dem mittlerweile "Einigkeit" bestünde.

Die USA sind also massiv unter Druck, endlich Farbe zu bekennen. Ob eine solche Wende tatsächlich bereits stattgefunden hat oder nicht - eins ist jedenfalls klar: für den Augenblick sieht sich Präsident Obama mit einer wachsenden internationalen Front gegen seine Konfrontationspolitik und der damit verbundenen Gefahr eines thermonuklearen Weltkrieges gegen Russland und China konfrontiert. Diese historische Chance muß jetzt bei der UN-Vollversammlung in New York ergriffen werden und in eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den BRICS-Staaten, den USA und und Europa münden, um den Weltfrieden dauerhaft zu sichern. Das vom bisherigen russischen Eisenbahnchef Wladimir Jakunin gegründete [i][url:"http://wpfdc.org/blog/politics/19499-an-urgent-appeal-to-heads-of-govern..."]World Public Forum - Dialogue of Civilizations[/url][/i] publizierte mittlerweile Helga Zepp-LaRouche's [url:"/node/8194"]"Dringlichen Aufruf an die Regierungschefs"[/url] anlässlich der kommenden UN-Vollversammlung prominent auf seiner Webseite.