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USA: Weitere Eskalation im Kampf für Freigabe der 28 Seiten zu 9/11

Am 12. Mai sprachen die beiden Abgeordneten Gwen Graham (D-Fl.), die Tochter von Senator Bob Graham und der Kongreßabgeordnete Walter Jones im Kongress, um die Freigabe der immer noch klassifizierten 28 Seiten des Gemeinsamen Kongressuntersuchung zu 9/11 zu verlangen.

In ihrem auf eine Minute begrenzten [url:"https://www.youtube.com/watch?v=o0soY1Qm-Rk"]Statement[/url] sagte Gwen Graham: “Wir wollen wissen, wer hinter dem Anschlag vom 11. September 2001 steckte. Mein Vater hat dies seit zwölf Jahren verlangt. Ich habe diese Seiten gelesen, mein Vater hat sie gelesen und einige meiner Kollegen. Wir sind es der Bevölkerung schuldig.” Graham zitierte den früheren demokratischen Gouverneur von Illinois, Adlai Stevenson mit den Worten: “Als Bürger dieser Demokratie seid Ihr die Regenten und die Regierten, die Gesetzgeber und die das Gesetz befolgenden, der Anfang und das Ende”. Graham sagte: “Keiner hat die Frage beantwortet: Warum ist es notwendig, die Wahrheit vor der amerikanischen Bevölkerung zu verbergen?”

In seinem einminütigen Statement dankte der Kongressabgeordnete Walter Jones dem früheren Senator Bob Graham für seine Führung beim Kampf für die Freigabe der 28 Seiten. Dies sei entscheidend zur Verteidigung der Freiheit der amerikanischen Bevölkerung. Jones zitierte aus der von ihm selbst initiierten Gesetzgebung HR 14 und sprach dann Präsident Obama direkt an: “Sie haben die Autorität, Sie haben es den Familien versprochen. Sie müssen Ihr Versprechen halten und die Wahrheit über 9/11 veröfentlichen”.

Ebenfalls am 12. Mai veröffentlichte CNN ein Interview mit John Lehman, dem früheren Marineminister und Mitglied der Gemeinsamen Kongreßkomission zu 9/11. Lehman betonte in dem Interview, die bisher immer noch klassifizierten 28 Seiten der Gemeinsamen Kongreßberichtes zu 9/11 von 2002 belegten die Unterstützung von sechs saudischen Offiziellen für Al Qaida vor den Angriffen. Diese seien für die saudische Botschaft in den USA, saudische Wohlfahrtseinrichtungen und die von der saudischen Regierung finanzierte King Fahd Moschee in Kalifornien tätig gewesen. Zweitens sei die saudische Verwicklung von den US-Behörden nie vollständig untersucht worden. Es sei Zeit, dies nun „energisch voran zu treiben“. Drittens, so berichtet CNN über Lehmans Äußerungen, gebe es „klar belegbare“ Verbindungen saudischer Offizieller zu den Entführern. Lehman betonte, der gemeinsame Kongreßbericht zu 9/11 habe „niemals als Reinwaschung von Saudi-Arabien aufgefaßt werden sollen“.

Wie die im offiziellen Washington vielgelesene Publikation [i]The Hill[/i] berichtet, hat es seit 2015 nach Amtsbeginn des neugewählten Kongresses 72 Anträge von Kongreßabgeordneten gegeben, die 28 Seiten zu lesen. [i]The Hill[/i] schrieb: „Zusätzlich dazu unterstützen immer mehr Abgeordnete die Gesetzgebung von Walter Jones (R-NC), Stephen Lynch (D-MA) und Thomas Massie (R-KY) , die vom Weissen Haus verlangt, die Dokumente freizugeben. Allein diese Woche waren es vier weitere Abgeordnete, zusätzlich zu acht Abgeordneten in den letzten beiden Monaten. Jetzt hat die Resolution 53 Ko-Sponsoren.“

Am 16. Mai brachte auch [i]National Public Radio[/i] in der morgendlichen Rushhour ein 4.5-Minuten-Segment zum Theme zur "Heissen Debatte über die immer noch geheimgehaltenen 28 Seiten". Darin kamen u.a. Bob Graham, die demokratischen Senatoren Ron Wyden und Diane Feinstein und der Republikaner John Lehman zu Wort, allesamt Unterstützer der Freigabe. CIA-Direktor John Brennan wiederholte sein Mantra darüber, es handele sich um unbestätigtes Material. Deutlich wurde, daß die Administration die Freigabe nicht will, worauf der Abgeordnete Ricahrd Blumenthal (D-CT) das Verhalten der Regierung in dieser Frage als "unglaublich defensiv" charakterisierte.

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